Skip to main content
Über unsKontakt
Berlinuna - برليننا
Startseite
Nachrichten
Aktuelle NewsPolitikBerlin
Lebensführer
Kultur
Wirtschaft
Technologie
Sport
Fragen
Frag BerlinunaSpieleLeitfäden
Abonnieren
Berlinuna - برليننا

Über Berlinuna

Unabhängige arabische Nachrichtenplattform für die arabische Gemeinschaft in Deutschland seit 2025. Wir bieten zuverlässige Nachrichten und praktische Lebensführer.

Folgen Sie uns

Bereiche

  • Nachrichten
  • Lebensführer
  • Kultur
  • Wirtschaft
  • Sport

Entdecken

  • Frag Berlinuna
  • Technologie
  • Berlin
  • Politik
  • Autoren
  • Tags

Unternehmen

  • Über uns
  • Kontakt
  • Impressum
  • Redaktionelle Transparenz

Rechtliches

  • Datenschutz
  • Nutzungsbedingungen
  • Impressum
  • Cookie-Richtlinie

Täglicher Newsletter

Nachrichten aus Deutschland auf Arabisch, jeden Morgen

© 2026 Berlinuna. Alle Rechte vorbehalten.

Made with ❤️ in Berlin

HomeAsk
🎮
WortGuides
  1. Startseite
  2. /
  3. Nachrichten
  4. /
  5. Politik
Politik

Hormuz-Krise trifft arabische Überweisungen

Die Kosten für Geldtransfers aus Deutschland in arabische Länder sind seit der Hormuz-Krise um bis zu 15 Prozent gestiegen. Jemenitische, irakische und syrische Familien, die auf diese Überweisungen angewiesen sind, spüren den wachsenden Druck.

ف

فريق برليننا

Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.

•13. März 2026•4 Min. Lesezeit•37 Aufrufe
Hormuz-Krise trifft arabische Überweisungen
Symbolbild

صورة توضيحية / Symbolbild. Photo: rimazrauf/Pixabay · Pixabay License

8,9 Prozent jeder Überweisung, die ein arabischer Einwohner Deutschlands an seine Familie schickt — so viel verschlingen Gebühren und Wechselkursdifferenzen derzeit. Vor zwei Monaten waren es noch 7,4 Prozent. Der Unterschied? Die Hormuz-Krise, über die kaum jemand aus diesem Blickwinkel spricht.

Seit Ende Februar 2026, als die militärischen Spannungen in der Straße von Hormuz eskalierten und Öltanker teilweise gestoppt wurden, liegt der Ölpreis über 100 Dollar pro Barrel. Aber was die Nachrichtensendungen nicht zeigten — und was für Tausende arabischer Familien in Berlin und anderen deutschen Städten weitaus wichtiger ist — das sind die direkten Auswirkungen auf die Kosten von Geldüberweisungen in die Heimat.

Laut den jüngsten Daten der Weltbank-Plattform für Überweisungskosten liegt der Durchschnittspreis für den Versand von 200 Dollar aus Deutschland in den Nahen Osten und Nordafrika normalerweise bei etwa 6,2 Prozent. Die Korridore in den Jemen, Irak und nach Syrien (über die Türkei oder den Libanon) verzeichnen jedoch einen drastischen Anstieg weit über diesen Durchschnitt hinaus. Einige Transferdienste haben ihren Betrieb vorübergehend eingestellt.

Verschiedene Geldscheine als Symbol für internationale Überweisungen
Symbolbild. Photo by Ibrahim Boran on Unsplash

Die Zahlen sprechen für sich

Nach Schätzungen der KNOMAD-Plattform der Weltbank beliefen sich die Rücküberweisungen in den Nahen Osten und Nordafrika 2025 auf rund 65 Milliarden Dollar. Deutschlands Anteil daran wächst stetig — vor allem seit den Fluchtbewegungen ab 2015. Jede Störung der Ölmärkte und Schifffahrtswege wirkt sich unmittelbar auf die Finanzinfrastruktur der Golfstaaten aus, die als zentrale Knotenpunkte für diese Transfers fungieren.

Und hier wird es kompliziert. Ein erheblicher Teil der Überweisungen in den Jemen, Irak und nach Syrien läuft nicht über offizielle Bankkanäle. Hawala-Netzwerke — informelle Transfersysteme, die auf vertrauenswürdigen Vermittlern basieren — operieren häufig über die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain. Mit steigenden Seeversicherungskosten und verzögerten Handelslieferungen durch Hormuz sinkt die Liquidität dieser Vermittler.

Samer (Name geändert), ein Iraker, der seit 2017 in Berlin-Neukölln lebt, überweist monatlich 400 Euro an seine Mutter in Basra. Die Gebühren seien plötzlich gestiegen, bestätigte er: „Früher zahlte ich 12 Euro über einen Online-Dienst. Letzten Monat verlangten sie 19 Euro und meinten, die Umstände hätten sich geändert.“ Sieben Euro mehr klingen nach wenig — aber über ein Jahr sind das 84 Euro weniger, die seine Familie erreichen.

Jemen am härtesten betroffen

Daten des Weltbank-Preismonitors zeigen, dass der Überweisungskorridor in den Jemen der teuerste unter allen arabischen Korridoren ist. Die Gebühren erreichen mitunter 13 Prozent des überwiesenen Betrags. Der Grund liegt auf der Hand: Das Fehlen einer funktionierenden Bankinfrastruktur in weiten Teilen des Landes macht die Abhängigkeit von Hawala-Netzwerken nahezu unvermeidlich. Mit der aktuellen Hormuz-Krise schrumpfen diese Netzwerke weiter.

Smartphone-Bildschirm mit einer digitalen Geldtransfer-App
Symbolbild. Photo by Mika Baumeister on Unsplash

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) wies darauf hin, dass Rücküberweisungen zwischen 15 und 20 Prozent des jemenitischen BIP ausmachen. Sie sind keine bloße Familienhilfe, sondern eine wirtschaftliche Lebensader. Steigen die Kosten um 3 bis 5 Prozentpunkte, verdampfen Millionen Dollar in Gebühren und Verzögerungen, statt auf dem Esstisch zu landen.

Ist dieser Zusammenhang den Entscheidungsträgern bewusst? Eine geopolitische Krise in einer Meerenge Tausende Kilometer von Deutschland entfernt übersetzt sich direkt in eine Familie in Sanaa, die sich diesen Monat keine Medikamente leisten kann.

Begrenzte Alternativen, steigende Kosten

Experten im Bereich Finanztransfers warnen, die Lage könne sich verschärfen, falls die teilweise Blockade der Meerenge andauere. Einige digitale Anbieter (wie Wise und Remitly) haben ihre Preise für betroffene Korridore bereits angehoben, während kleinere Unternehmen den Betrieb für bestimmte Zielländer ganz ausgesetzt haben. Die Alternative — klassische Banküberweisungen — bleibt langsam, teuer und setzt ein Bankkonto voraus, das der Empfänger im Irak oder Jemen möglicherweise gar nicht besitzt.

Das Statistische Bundesamt beziffert die Zahl der Menschen irakischer, syrischer und jemenitischer Herkunft in Deutschland auf über 800.000. Ein großer Teil von ihnen überweist regelmäßig Geld — jede Kostensteigerung trifft also eine breite Bevölkerungsschicht.

Vor dem Geldtransferschalter am Hermannplatz in Berlin ist die Schlange länger als sonst. Und die Gesichter — wer den Ort kennt, bemerkt es — wirken besorgter.

Hinweis: Einige Namen und Details in diesem Artikel wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert.

المصادر / Quellen

  1. World Bank — Remittance Prices Worldwide (Country Corridors)
  2. KNOMAD — Global Remittances Data 2025
  3. IOM — Remittances and Development
  4. Destatis — Migration und Integration

Teilen

5 Minuten jeden Morgen

Die wichtigsten Deutschland-Nachrichten für Sie

Wort des Tages, Nachrichten und Tipps — täglich in Ihrem Postfach

Treten Sie unserem Telegram-Kanal bei

Erhalten Sie sofortige Updates und Eilmeldungen direkt auf Ihr Telefon

Jetzt beitreten
ف

فريق برليننا

Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.

Kommentare (0)

Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht

Kommentare werden geladen...

Ähnliche Artikel

Abschiebezentren ausserhalb der EU: Fakten

Abschiebezentren ausserhalb der EU: Fakten

27. März 2026

Familiennachzug 2026: Ihre Rechte jetzt

Familiennachzug 2026: Ihre Rechte jetzt

24. März 2026

CDU will Einbürgerung nach 8 Jahren

CDU will Einbürgerung nach 8 Jahren

24. März 2026

Zurück zu Nachrichten

Das könnte Sie auch interessieren

Abschiebezentren ausserhalb der EU: FaktenPolitik

Abschiebezentren ausserhalb der EU: Fakten

Seit dem EU-Parlamentsbeschluss zu Abschiebezentren kursieren in arabischen Communities Sprachnachrichten voller Panik. Die Realitaet ist differenzierter. Vier aufenthaltsrechtliche Kategorien sind von dem Beschluss ueberhaupt nicht betroffen. Nur eine einzige ist es. Der Unterschied haengt von einem einzigen Dokument in Ihrer Akte ab. Wissen Sie, in welche Kategorie Sie fallen?

فريق برليننا-27. März 2026
Familiennachzug 2026: Ihre Rechte jetztPolitik

Familiennachzug 2026: Ihre Rechte jetzt

Deutsches Recht gibt Ihnen das Mittel, eine Botschaft wegen Untätigkeit zu verklagen, wenn Ihr Antrag auf Familiennachzug länger als drei Monate ohne Fortschritt bleibt. Die meisten Betroffenen kennen dieses Recht nicht. Dabei zeigen Fälle aus 2025: Oft reicht schon die Klageeinreichung, damit die Botschaft plötzlich aktiv wird. Was Sie jetzt konkret tun können, bevor sich die Regeln ändern.

فريق برليننا-24. März 2026
CDU will Einbürgerung nach 8 JahrenPolitik

CDU will Einbürgerung nach 8 Jahren

Auf ihrem Parteitag in Stuttgart forderte die CDU, die Mindestaufenthaltsdauer für eine Einbürgerung von fünf auf acht Jahre anzuheben. Doch das geltende Recht bleibt unverändert. Der Koalitionspartner SPD hat die Reform selbst eingeführt. Im Bundestag fehlt die Mehrheit. 220.000 Anträge liegen bereits unbearbeitet. Wer die Voraussetzungen erfüllt, sollte nicht warten. Was die CDU-Forderung für Ihren Antrag bedeutet.

فريق برليننا-24. März 2026
Schengen: EU will 90-Tage-Regel lockernPolitik

Schengen: EU will 90-Tage-Regel lockern

Die Mutter will bleiben, die 90-Tage-Regel sagt Nein. Die EU-Kommission hat einen Vorschlag vorgelegt, der bestimmten Drittstaatsangehoerigen laengere Aufenthalte im Schengen-Raum ermoeglichen soll. Saisonarbeiter, entsandte Beschaeftigte und Geschaeftsreisende koennten profitieren. Noch ist nichts Gesetz, doch der Vorschlag koennte Familien aus der arabischen Diaspora direkt betreffen. Was das fuer Ihre naechste Familienplanung bedeutet und welche Alternativen schon jetzt bestehen.

فريق برليننا-23. März 2026