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Job in Großbritannien: Was das Visum kostet

Wer aus Deutschland für eine Stelle nach Großbritannien ziehen will, sollte vor der Buchung klären, welches Visum passt und wer die Gebühren übernimmt.

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Bildquelle: İlteriş Yağıztegin Eroğlu · CC BY-SA 4.0

Redaktioneller BelegVon der Berlinuna Redaktion4 QuellenlinksAktualisiert 25. Oktober 2026Methodik
Quellenbeleg

Noch vor dem ersten Gehalt in Großbritannien können beim Visumantrag erhebliche Kosten entstehen. Beim Skilled-Worker-Visum fallen Antragsgebühr und Gesundheitszuschlag an. Zusätzlich kann ein Nachweis eigener Rücklagen nötig sein. Wer den Umzug aus Deutschland plant, sollte diese Beträge auseinanderhalten.

tagesschau berichtete am 25. Oktober 2026, der britische Premierminister Andy Burnham sei offen für eine Debatte über die Rückkehr zu den Freizügigkeitsregeln der EU, allerdings mit Grenzen bei der weiteren Annäherung. Diese Äußerung belegt keinen neuen Anspruch auf Einreise oder Arbeit. Einen Umsetzungstermin für eine Rückkehr zur Freizügigkeit nennt der Bericht nicht.

Welche Beträge beim Antrag anfallen

Für einen Skilled-Worker-Antrag von außerhalb Großbritanniens nennt die offizielle Kostenseite auf GOV.UK in der am 25. Oktober 2026 abgerufenen Fassung regulär 819 Pfund pro Person für einen Aufenthalt von bis zu drei Jahren. Bei mehr als drei Jahren sind es 1.618 Pfund. Der Gesundheitszuschlag beträgt üblicherweise zusätzlich 1.035 Pfund für jedes Aufenthaltsjahr.

Die Einstufung der Stelle kann die Rechnung verändern: Für Berufe auf der immigration salary list gelten niedrigere Antragsgebühren. Wer die Voraussetzungen für das Health and Care Worker visa erfüllt, zahlt laut der offiziellen Visaübersicht eine niedrigere Antragsgebühr und keinen jährlichen Gesundheitszuschlag. Eine Tätigkeit im Gesundheits- oder Pflegebereich sollte deshalb Anlass sein, die Eignung für diesen Weg gezielt zu prüfen.

Die Kostenseite enthält ein anschauliches Rechenbeispiel: Für einen zweijährigen Aufenthalt mit Antrag von außerhalb Großbritanniens ergeben 819 Pfund Antragsgebühr und zweimal 1.035 Pfund Gesundheitszuschlag zusammen 2.889 Pfund. Dabei liegt die Stelle nicht auf der immigration salary list; der reguläre Gesundheitszuschlag wird angesetzt. Reise, Wohnung und mögliche Anträge der Familie kommen in dieser Rechnung nicht vor.

Zuerst muss der Aufenthaltsweg passen

Das Skilled-Worker-Visum ist eine mögliche Arbeitserlaubnis, keine pauschale Lösung für alle Bewerber. Wer mit einem Pass eines arabischen Staates in Deutschland lebt, sollte die Prüfung an Staatsangehörigkeit, persönlichem Status und geplanter Beschäftigung ausrichten. Aus dem deutschen Aufenthaltstitel allein lässt sich eine britische Arbeitserlaubnis nicht ableiten. Ein Einstieg ist der von der Visaübersicht verlinkte Visa-Check auf GOV.UK.

Für das Skilled-Worker-Visum verlangt die offizielle Übersicht auf GOV.UK ein bestätigtes Jobangebot eines vom Home Office zugelassenen Arbeitgebers. Dazu gehört ein Certificate of Sponsorship (CoS) mit Angaben zur angebotenen Stelle. Der Beruf muss zugelassen sein; die nötige Mindestvergütung hängt unter anderem von der Tätigkeit und dem Datum des CoS ab. Englischkenntnisse in Sprechen, Lesen, Schreiben und Verstehen sind ebenfalls erforderlich und müssen normalerweise nachgewiesen werden.

Rücklagen sind keine weitere Visumgebühr

Nach der offiziellen Kostenseite müssen Antragsteller üblicherweise mindestens 1.270 Pfund für den Lebensunterhalt nachweisen. Dieser Betrag muss mindestens 28 Tage hintereinander verfügbar gewesen sein. Der 28. Tag muss innerhalb der letzten 31 Tage vor der Antragstellung liegen. Das Geld wird als eigene Rücklage nachgewiesen, nicht als zusätzliche Visumgebühr bezahlt.

Der Nachweis ist normalerweise entbehrlich, wenn jemand zum Zeitpunkt der Antragstellung seit mindestens zwölf Monaten mit gültigem Visum in Großbritannien lebt. Ein früherer Aufenthalt dort befreit Personen, die aus Deutschland einen Antrag stellen, nicht automatisch vom Nachweis. Alternativ kann der Arbeitgeber die Kosten des ersten Monats bis zu 1.270 Pfund übernehmen. Bei einer solchen Arbeitgeberzusage muss das CoS die Unterstützung bestätigen. Dafür ist im Bereich Additional data das Feld sponsor certifies maintenance vorgesehen.

Auch eine mitziehende Familie verändert den Finanzbedarf. Falls Partner oder Kinder die Voraussetzungen für einen eigenen Antrag erfüllen, müssen deren Antragsgebühren, Gesundheitszuschläge und erforderliche Rücklagen gesondert geprüft werden. Die Rechnung für eine einzelne Person reicht dann nicht.

Vor der Buchung sollten deshalb drei Punkte schriftlich mit dem Arbeitgeber geklärt sein: der vorgesehene Visaweg, die Übernahme von Antragsgebühr und Gesundheitszuschlag sowie eine mögliche Bestätigung des Lebensunterhalts im CoS. Gleichen Sie diese Angaben mit den offiziellen Voraussetzungen und der aktuellen Kostenseite ab. Erst daraus ergibt sich, was Sie selbst bezahlen und welchen Betrag Sie zusätzlich verfügbar halten müssen.

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Redaktioneller Hinweis

Die Informationen in diesem Artikel sind allgemeiner Natur und stellen keine Rechtsberatung dar. Für eine verbindliche Rechtsberatung wenden Sie sich bitte an einen zugelassenen Rechtsanwalt oder eine Migrationsberatungsstelle.

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