Der Rekord garantiert noch keinen passenden Arbeitsplatz: 2025 erreichten die Beschäftigungsquoten von Menschen, die außerhalb ihres Wohnlandes geboren wurden, den höchsten Stand seit 2017. Gleichzeitig blieben Frauen aus Nicht-EU-Staaten und Hochqualifizierte deutlich zurück.
Der Durchschnitt verdeckt große Unterschiede
Nach einer Auswertung der ROCKWOOL Foundation Berlin auf Basis von Eurostat-Daten stieg die Beschäftigungsquote der außerhalb der EU Geborenen von 59,4 Prozent im Jahr 2017 auf 66,0 Prozent im Jahr 2025. Im selben Jahr kamen Zugewanderte aus anderen EU-Staaten auf 74,8 Prozent, im Wohnland Geborene auf 71,6 Prozent.
Erfasst werden 15- bis 64-Jährige. Die Werte beschreiben Bevölkerungsgruppen, nicht die Chancen einer einzelnen Person. Besonders groß bleibt die Lücke laut Studie bei Frauen, die außerhalb der EU geboren wurden. Hochqualifizierte arbeiten zudem überdurchschnittlich oft unterhalb ihres Ausbildungsniveaus. Mehr Beschäftigung löst die Anerkennung ausländischer Abschlüsse also nicht automatisch.
Deutschlands Wachstum hängt stärker an Zuwanderung
Für Deutschland liefert die Bundesagentur für Arbeit einen zweiten Befund. Am 14. Juli 2026 meldete sie, dass Drittstaatsangehörige 43 Prozent des Zuwachses bei sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zwischen Juni 2014 und Juni 2025 stellten. Die Kennzahl ist nicht mit der Eurostat-Quote identisch, zeigt aber die wachsende Bedeutung ausländischer Beschäftigter.
Den eigenen Abschluss prüfen
Wer einen ausländischen Berufs- oder Hochschulabschluss hat, kann auf der Anerkennungsseite der Bundesagentur prüfen, ob ein Verfahren nötig ist und welche Beratung zuständig ist. Make it in Germany erklärt den Ablauf und nennt die offizielle Hotline +49 30 1815 1111. Vor Zahlungen an Vermittler sollte feststehen, welche Stelle und welche Gebühren für den konkreten Beruf gelten.
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