Wirtschaft

Metall: Streikaufruf und Tarifvertrag prüfen

IG Metall hat das erste Arbeitgeberangebot abgelehnt.

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Bildquelle: Frank Vincentz · CC BY-SA 3.0

Redaktioneller BelegGeprüft2 QuellenlinksAktualisiert 27. Oktober 2026Methodik
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IG Metall hat das erste Arbeitgeberangebot für die Metall- und Elektroindustrie abgelehnt. Nach Ablauf der Friedenspflicht sind Warnstreiks ab Sonntag, 1. November 2026, möglich. Das berichtet tagesschau am 27. Oktober 2026.

Die regionalen Verhandlungen betreffen dem Bericht zufolge rund 3,7 Millionen Beschäftigte. In Nordrhein-Westfalen soll die Tarifkommission am Samstag über Warnstreiks entscheiden. Ein möglicher Beginn am Sonntag ist damit noch kein Aufruf für die eigene Belegschaft. Für die Schichtplanung braucht es Angaben zum konkreten Betrieb.

Zwei Fragen zum eigenen Arbeitsplatz

Welcher Entgelttarifvertrag gilt für mein Arbeitsverhältnis? Und erfasst ein Warnstreikaufruf unseren Betrieb? Das sind getrennte Prüfungen. Die Tariffrage lässt sich nicht allein damit beantworten, dass ein Unternehmen Metall verarbeitet oder Autohersteller beliefert.

Für die Tarifgebundenheit kommt es nach § 3 Absatz 1 Tarifvertragsgesetz bei Gesetze im Internet auf die Mitgliedschaft bei den Tarifvertragsparteien an. Auch ein Arbeitgeber, der selbst Vertragspartei ist, ist tarifgebunden. Bei der Prüfung sind deshalb die Beschäftigten- und die Arbeitgeberseite zu berücksichtigen.

Zur Prüfung gehört außerdem der Arbeitsvertrag. Enthält er eine Verweisung auf einen Tarifvertrag, sollten Beschäftigte dessen genaue Bezeichnung, das Tarifgebiet und den Wortlaut der Klausel festhalten. Mit diesen Angaben lässt sich beim Betriebsrat oder der zuständigen IG-Metall-Geschäftsstelle gezielt nachfragen, welcher Vertrag für das Arbeitsverhältnis maßgeblich ist und wie die Verweisung einzuordnen ist.

Was angeboten und gefordert wird

Das von Gesamtmetall erläuterte Angebot enthält laut tagesschau eine Einmalzahlung im Juli 2027 in Höhe von einem Prozent des Jahresbruttoentgelts. Im Juli 2028 soll eine dauerhafte Tariferhöhung um 1,3 Prozent folgen. Vorgeschlagen ist eine Laufzeit bis Ende 2028. Bei Unternehmen, die kaum Gewinne erzielen, soll die Einmalzahlung ausgesetzt werden können.

IG Metall fordert dagegen nach Angaben von tagesschau fünf Prozent mehr Geld ab November bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Forderung und abgelehntes Angebot sind Verhandlungspositionen, keine vereinbarte Entgelterhöhung.

Den Aufruf gesondert bestätigen lassen

Neben der Tariffrage sollten Beschäftigte beim Betriebsrat oder der zuständigen IG-Metall-Geschäftsstelle klären, ob ein Warnstreikaufruf ihren Betrieb erfasst. Dafür den Arbeitgebernamen aus dem Arbeitsvertrag bereithalten. Liegt ein Aufruf vor, nach dem Termin und den erfassten Schichten fragen. So lässt sich die allgemeine Nachricht auf den eigenen Arbeitsplatz beziehen.

Offene Fragen zur Teilnahme, zum Entgelt oder zum Streikgeld sollten Beschäftigte vor einer Entscheidung mit der Geschäftsstelle für ihren eigenen Fall klären.

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