Die wichtigste Frage für Minijobber im Sommer 2026 steht nicht erst auf der Lohnabrechnung. Sie steht im Dienstplan: Wie viele Stunden passen noch in den monatlichen Durchschnitt, wenn der gesetzliche Mindestlohn bei 13.90 EUR/hour liegt und die Minijob-Grenze 603 EUR/month beträgt?
Für Beschäftigte in Gastronomie, Reinigung, Einzelhandel, Lieferdiensten, Privathaushalten oder studentischen Nebenjobs ist das praktisch. Wer zusätzliche Schichten annimmt, sollte nicht nur auf den Nettobetrag schauen, sondern auf Stundenlohn, Durchschnittsverdienst und Status in der Sozialversicherung.
Die Minijob-Zentrale erklärt, dass Minijobberinnen und Minijobber grundsätzlich Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn haben. Gleichzeitig darf der monatliche Durchschnitt beim Minijob mit Verdienstgrenze 603 EUR/month nicht überschreiten. Ausnahmen vom Mindestlohn nennt die Stelle unter anderem für Auszubildende, Pflichtpraktika und bestimmte freiwillige Praktika bis zu drei Monaten.
Der Schnitt zum Midijob
Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung beginnt der Übergangsbereich 2026 bei der Minijob-Grenze plus 0,01 Euro, also bei 603,01 Euro. Ein regelmäßiger Verdienst knapp über 603 EUR/month ist also nicht automatisch Schwarzarbeit, sondern kann ein Midijob sein. Die Obergrenze bleibt bei 2,000 EUR/month. Im Übergangsbereich ist der Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung reduziert; Rentenansprüche werden laut Rentenversicherung auf Basis des vollen Verdienstes berechnet.
Die versicherungsrechtliche Bewertung liegt nicht allein bei der beschäftigten Person. Die Minijob-Zentrale weist darauf hin, dass Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die Beschäftigung prüfen und dabei alle Verdienstansprüche berücksichtigen müssen. Genau deshalb sollte die Frage schriftlich gestellt werden, bevor zusätzliche Schichten zur Gewohnheit werden.
Die BMAS-Seite zum gesetzlichen Mindestlohn ist eine offizielle Anlaufstelle für die Grundregel. Wer Bürgergeld, Kinderzuschlag, BAföG, Familienversicherung, eine auf Einkommen bezogene Aufenthaltssituation oder mehrere Jobs hat, sollte zusätzlich Jobcenter, Familienkasse, Krankenkasse oder Ausländerbehörde prüfen. Mehr Einkommen kann gut sein. Es kann aber an anderer Stelle eine Berechnung verändern.
Praktisch heißt das: Vertrag, Dienstplan und Lohnabrechnung sichern, den Stundenlohn mit dem aktuellen Mindestlohn vergleichen und den Arbeitgeber um eine schriftliche Einordnung bitten. Barzahlung ohne Anmeldung oder nicht erfasste Stunden sind keine Lösung. Sie machen den Nachweis später nur schwerer.
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