
Bildquelle: Colin Smith / Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)
Späthsfelde: 2.500 Wohnungen ab 2035?
2.500 Wohnungen klingen wie eine konkrete Entlastung für Berlins Wohnungsmarkt. Doch der Senatsbeschluss öffnet weder eine Bewerbung noch legt er einen Baustart fest. Der erste Teilbereich ist frühestens ab 2035 vorgesehen, die Erschließung bleibt offen. Was wurde für die rund 100 Hektar tatsächlich beschlossen und welche Hürden stehen vor der ersten Baustelle?
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Aus der Zahl 2.500 wird in Späthsfelde vorerst keine bezugsfertige Wohnung. Der Berliner Senat hat am 11. August 2026 ein Struktur- und Nutzungskonzept beschlossen. Es ist weder eine Baugenehmigung noch der Start eines Vergabeverfahrens. Für einen ersten Teilbereich nennt das Land frühestens das Jahr 2035.
Der Senatsmitteilung zufolge soll im Dreieck Späthsfelde ein gemischtes Quartier mit rund 2.500 Wohnungen entstehen. Vorgesehen sind außerdem soziale und kulturelle Infrastruktur samt neuem Schulstandort, etwa zwölf Hektar Gewerbeflächen und ein zusammenhängendes Grün- und Freiraumband.
Viel Grün, aber noch keine Parzellenschärfe
Das Untersuchungsgebiet umfasst ungefähr 100 Hektar. Rund die Hälfte wird im Konzept als Grün- und Freifläche berücksichtigt. Späth’sche Baumschulen, das Arboretum der Humboldt-Universität und vorhandene Kleingärten sollen integriert werden. Daraus folgt noch nicht, dass Nutzung und Schutz für jedes einzelne Grundstück abschließend geklärt sind.
Die Projektseite der Senatsverwaltung zeigt zudem, warum der Weg lang ist: Rund 20 Hektar gehören dem Land Berlin, weitere 31 Hektar einem einzelnen privaten Unternehmen. Die übrigen Eigentumsverhältnisse sind gemischt. Ein Strukturplan ersetzt diese Abstimmungen nicht.
Ohne Erschließung kein neues Quartier
Bis Ende 2027 sollen die vorbereitenden Untersuchungen abgeschlossen werden. Eine wesentliche Voraussetzung bleibt die Erschließung: Wie wird das Gebiet an Straßen und öffentlichen Nahverkehr angebunden? Der Senat nennt noch keine fest zugesagte Station, Linie oder Baufolge. Solche Details wären zum jetzigen Stand Spekulation.
Auch das Ziel bezahlbarer Wohnungen ist noch keine veröffentlichte Mietpreisliste. Weder eine Förderquote noch Einkommensgrenzen oder Bewerbungsbedingungen stehen in der Mitteilung. Wer heute eine Wohnung sucht, kann sich für Späthsfelde noch nicht registrieren.
Beteiligung soll auf der Projektseite stehen
Die Planungen befinden sich nach Angaben der Senatsverwaltung in einem frühen Stadium. Termine und Möglichkeiten der Öffentlichkeitsbeteiligung sollen auf der offiziellen Späthsfelde-Seite angekündigt werden. Dort stehen auch die Kontakte des Projektteams; für die Projektleitung ist unter anderem 030 90173-4223 angegeben. Anwohner, Kleingärtner und Einrichtungen können die Seite speichern und dort auf konkrete Beteiligungsfenster achten.
Der Beschluss legt damit eine Richtung fest: Wohnungen, Schule, Gewerbe und viel Freiraum. Er verkürzt aber nicht automatisch das Verfahren bis zum Bau. Zwischen dem Konzept von 2026 und einem ersten möglichen Teilbereich ab 2035 liegen noch Untersuchungen, Verkehrsplanung, Grundstücksfragen und weitere Entscheidungen.
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- Aktualisiert
- 11. August 2026
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