
Bildquelle: Avda / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Tempelhof-Plan ist noch kein Bauplan
Wer Entwicklungskonzept hört, denkt schnell an fertige Pläne. Genau das ist bei Tempelhof falsch. Seit dem 4. Juli 2026 zeigt die Projektgesellschaft, woran sie arbeitet - und was noch offen ist. Für Nachbarn, Kulturinitiativen und alle, die den Ort nutzen, ist das der Moment, die Fragen zu verstehen, bevor daraus politische Entscheidungen werden.
Berlinuna Redaktion
Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.
Wer in diesen Tagen nach Tempelhof schaut, sollte eine Verwechslung vermeiden: Das Entwicklungskonzept ist noch kein Bauplan. Gerade deshalb ist der Blick auf die Zwischenstände wichtig.
Am 4. Juli 2026 lud die Tempelhof Projekt GmbH zu einem Infomarkt am Besucherzentrum CHECK-IN ein. Ort: Platz der Luftbruecke 5, Zeit: 10:00 bis 17:00 Uhr. Die Ausstellung soll anschließend im Besucherzentrum weiterlaufen, damit Interessierte den Prozess auch nach dem Auftakt verfolgen können.
Die Dimension erklärt die Vorsicht. Laut THF-Entwicklungskonzept geht es um rund 300.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, mehr als 7.000 Räume und ein 55,5 Hektar großes Grundstück. Das Dokument soll Gutachten bündeln und Entscheidungen vorbereiten, aber keine fertige Architektur liefern.
Der Zeitplan reicht über die laufende Debatte hinaus. Fachgutachten und Workshops laufen von 2025 bis 2027, die Fertigstellung des Konzepts ist für 2027 vorgesehen, danach soll der Senat 2027 bis 2028 über weitere Schritte entscheiden. Auch Welt berichtete, konkrete Planung solle ab 2028 folgen.
Für arabischsprachige Berlinerinnen und Berliner ist das mehr als eine Architekturfrage. Wer Kulturflächen, Bildungsangebote, bessere Wege oder öffentlich zugängliche Räume am Standort braucht, sollte jetzt prüfen, welche Fragen noch offen sind. Der konkrete Schritt: die Ausstellung im CHECK-IN besuchen oder die THF-Seite lesen und eigene Hinweise zu Zugang, Nutzung und Geschichte festhalten.
Wichtig ist auch, was nicht entschieden ist. THF schreibt, das Konzept sei keine Vorentscheidung über Nutzer, Bauvorhaben oder Investitionen. Das Tempelhofer Feld selbst liegt ebenfalls nicht in diesem Verfahren; betrachtet werden das Flughafengebäude und die bebaute Liegenschaft.
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- Aktualisiert
- 4. Juli 2026
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