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Wahlpost für Berlin jetzt prüfen

Die Wahlbenachrichtigung wirkt wie ein Brief, der noch warten kann.

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Wahlpost für Berlin jetzt prüfen

Das Berliner Abgeordnetenhaus in der Niederkirchnerstraße. Das Landesparlament wird am 20. September 2026 neu gewählt.Bildquelle: Abghs / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Redaktioneller BelegGeprüft2 offizielle LinksAktualisiert 23. August 2026Methodik
Quellenbeleg

Ein Wahlbrief im Kasten ist schnell beiseitegelegt. Gerade jetzt lohnt sich der Blick auf Name, Anschrift und Wahllokal: Die Benachrichtigung ist zwar nicht das Wahlrecht selbst, aber ein früher Hinweis darauf, ob der Eintrag im Wahlverzeichnis plausibel ist.

Am 20. September 2026 wählt Berlin gleichzeitig das Abgeordnetenhaus und die zwölf Bezirksverordnetenversammlungen. Den Termin führt auch die Bundeswahlleiterin in ihrer Übersicht. Dass beide Wahlen am selben Tag stattfinden, ändert nichts an den unterschiedlichen Voraussetzungen.

Erstmals ab 16 zum Abgeordnetenhaus

Nach dem FAQ des Landeswahlleiters dürfen 16- und 17-Jährige 2026 erstmals an der Abgeordnetenhauswahl teilnehmen. Unionsbürgerinnen und Unionsbürger ohne deutsche Staatsangehörigkeit können unter den amtlichen Voraussetzungen bei der BVV-Wahl abstimmen, nicht aber beim Abgeordnetenhaus. Alter, Staatsangehörigkeit, Wohnsitz und Melderegister müssen deshalb getrennt geprüft werden.

Der Versand der Benachrichtigungen läuft seit dem 10. August. Bis zum 30. August sollen alle Wahlberechtigten Post bekommen; Sendungen innerhalb eines Hauses können an verschiedenen Tagen eintreffen. Wer am 31. August noch keinen Brief hat, soll sich laut Wahlleitung umgehend an das zuständige Bezirkswahlamt wenden.

Eine verlorene Benachrichtigung schließt die Stimmabgabe nicht automatisch aus. Wer sicher im Wahlverzeichnis steht, kann sich im Wahllokal mit Personalausweis, Reisepass oder einem anderen amtlichen Lichtbildausweis ausweisen. Diese Möglichkeit ersetzt jedoch nicht die Klärung, ob der eigene Eintrag tatsächlich vorhanden und korrekt ist.

Briefwahl nicht bis Freitag liegen lassen

Briefwahl lässt sich über den QR-Code auf der Benachrichtigung, per E-Mail, Post, Fax oder persönlich beantragen. Telefonisch ist der Antrag nicht möglich. Die amtliche Briefwahlseite nennt Familienname, Vornamen, Geburtsdatum und Berliner Wohnanschrift als erforderliche Angaben; für eine andere Versandanschrift muss auch diese angegeben werden.

Der allgemeine Antragsschluss ist am 18. September um 15 Uhr. Für den elektronischen Antrag nennt das FAQ bereits den 15. September. Der rote Wahlbrief muss am Wahltag spätestens um 18 Uhr beim angegebenen Bezirkswahlamt eingegangen sein. Das Risiko des rechtzeitigen Eingangs tragen die Briefwählenden.

Der sinnvolle Schritt für heute ist klein: Benachrichtigung öffnen, Angaben prüfen und bei jeder Unklarheit das Bezirkswahlamt aus der amtlichen Liste kontaktieren. Wer per Brief wählt, sollte Antrag und Rücksendung nicht auf die letzten möglichen Tage schieben. Das ist Wahlzugang, keine Empfehlung für Partei oder Kandidat.

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